Nach dem überragenden Pokalsieg gegen den TSV Meerbusch vor gut einer Woche stand heute wieder der Ligaalltag auf dem Programm. Auf der Donkkampfbahn besuchte uns heute der Vdsf 1920 Nievenheim. Das Spiel, welches eigentlich am Samstag hätte stattfinden sollte, musste kurzfristig um einige Tage verschoben werden, da unsere Kreisauswahl-Spieler beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft im Mönchengladbach gegen Weißrussland den DFB choreographisch unterstützen durften und dem Gegner aus Nievenheim nicht zuzumuten war, die etwa 45 minütige Anreise bereits gegen 9:00 Uhr anzutreten. 

Die Partie begann dann auch direkt mit einem Paukenschlag! Bereits in der ersten Minute konnten wir durch Furkan in Führung gehen. Der Linksverteidiger der Gäste unterstützte ihn dabei jedoch auch mit einem katastrophalen Querschläger, der dem Torschützen den einsamen und direkten Weg zum Tor ermöglichte. Die Freude über den guten Auftakt währte jedoch nur kurz, denn bereits zwei Minuten später war der frühe Führungstreffer wieder egalisiert. Die Gäste verlagerten das Spielgeschehen von der linken auf die rechte Seite, nur um sogleich wieder über einen Flugball das Spielgeschehen auf die linke Seite zu verlagern, wo Rechtsverteidiger Bene alleine gegen drei Mann keine Chance hatte. Im anschließenden 1vs1 gegen Torhüter Milan blieb der Gästestürmer eiskalt und verwandelte sicher. Im anschließenden Spielverlauf stellte sich Nievenheim als starker Gegner heraus, der uns mit sicherem Kombinationsspiel und viel Dynamik in der Offensive immer wieder vor größere Herausforderungen stellte. Häufig waren wir einen Schritt zu spät und verloren die wichtigen Zweikämpfe. Dennoch erzielten wir durch eine mustergültige Seitenverlagerung den 2:1 Führungstreffer. Nach einem öffnenden Pass von der linken Seite, verlagerte Til das Spielgeschehen weiter auf den rechts vollkommen blank stehenden Finn, der unbedrängt in den 16er ziehen konnte und  den Ball per Vollspann ins linke untere Eck platzierte. Doch auch die erneute Führung währte nicht lange. Nun waren es drei Minuten, die Nievenheim benötigte um den Ausgleich zu erzielen. Nach einem Ballverlust auf der rechten Seite, nutzten die Gäste den Raum aus um uns gekonnt auszukontern. Eine zwischenzeitliche Möglichkeit den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern blieb ungenutzt, sodass zum Abschluss des gegnerischen Konters der Ball im Netz zappelte.  In den verbleibenden zehn Minuten bis zur Pause bettelten wir förmlich um den dritten Gegentreffer.  Mal rettete uns Torhüter Milan, Mal der Pfosten oder die Unfähigkeit des Gegners vor unserem Kasten, sodass es mit einem schmeichelhaften 2:2 in die Pause ging.

Nach der Pause schafften wir es dann uns etwas zu sammeln und präsenter in den Zweikämpfen zu sein. Des Weiteren trauten wir uns zumindest in Ansätzen zu, unser eigentlich recht sicheres Aufbauspiel zu betreiben.  Es entwickelte sich ein offeneres Spiel mit Möglichkeiten für beide Mannschaften den Führungstreffer zu erzielen. In den letzten 10 Spielminuten schafften wir es dann sogar das Spiel etwas an uns zu reißen. Einmal trafen wir nach einer Ecke noch die Latte. Aber der Siegtreffer wäre dann auch etwas zu viel des Guten gewesen, in einem Spiel in dem wir zumindest eine Halbzeit lang das schwächere von beiden Teams waren. Nach dem Pokalsieg gegen Meerbusch wirkte die Mannschaft heute mental müde und nicht richtig auf der Höhe. Ein Umstand den auch wir Trainer kritisch hiterfragen müssen, warum wir heute unsere Mannschaft mental nicht so auf dieses Spiel vorbereiten konnten, wie dies in der Regel sonst der Fall ist. Nichtsdestotrotz steht das heutige Spiel unter dem Motto: „Mund abputzen, denn mit dem 2:2 haben wir noch das Beste erreicht, was heute drin war“. Im bevorstehenden Derby gegen Willich sieht das dann hoffentlich auch wieder ganz anders aus…

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