Diesen Samstag gastierte man beim direkten Tabellenkonkurrenten Dülkener FC. Während man bei der Anreise noch befürchtete auf einem erfahrungsgemäß in desolatem Zustand befindlichen Ascheplatz neben Bahngleisen spielen zu müssen, stellte man zur Freude aller fest, dass der Hybridrasen trotz der Jahreszeit in Top-Zustand bespielbar war. Die Vorgabe an die Mannschaft war von vorne hinein klar, gegen eine Dülkener Mannschaft die vor allem gegen die Spitzenteams der Liga auftrumpfte, gegen Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld jedoch ihre Probleme hatte. Nicht ins offene Messer laufen und kompakt stehen. Das ging jedoch zunächst einmal gehörig schief. Permanent hatte man damit zu kämpfen nicht in Rückstand zu geraten. Gleich zwei Mal musste Cem auf der Linie klären, einmal half der Pfosten und mehrmals entschärfte der für den erkrankten Milan eingesprungene D-Jugend Torhüter Kalle. Nur gelegentlich konnten wir für Entlastung sorgen und kamen zu gefährlichen Torraumszenen, ohne den gegnerischen Torhüter jedoch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Ansonsten hatten wir hinten zu kämpfen nicht in Rückstand zu geraten. Dabei war es weniger tolles Kombinationsspiel, dass uns in die Bredouille brachte, sondern die punktgenauen Diagonalbälle des Innenverteidigers auf die Außenpositionen, die nahezu das ganze Spiel an sich rissen. Kurz vor der Pause jedoch der überraschende Führungstreffer für die Viktoria. Jonas hatte mit einem Distanzschuss zwar zunächst nur die Latte getroffen, beim anschließenden Abpraller von der Latte war es Tobi, der schneller schaltete als die gesamte Dülkener Hintermannschaft und vor dem Torhüter cool blieb; 0:1 für uns und der Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Nach dem Seitenwechsel und einigen taktischen Anpassungen in der Pause dann ein verändertes Bild. Das Spiel gestaltete sich offener als zuvor. Torchancen wurden zur Mangelware. Die immer wütender werdenden Angriffe des FC aus Dülken zerschellten zumeist am Abwehrbollwerk um Lukas Jakobi oder wurden bereits durch unser Sturm Trio im Keim erstickt.  Lediglich ein 40 Meter Schuss, der genau in den Knick geflogen wäre, hätte ihn Kalle nicht noch mit einer tollen Parade an dem Pfosten gelenkt und Chancen aus Standards ließen wir zu. Fünf Minuten vor dem Abpfiff dann eine unschöne Szene, als der Dülkener Spieler mit der Nummer 10, der schon gelb vorbelastet war, Moritz ohne Ball in der nähe zu Boden rempelte. Dieser revanchierte sich mit einem Schubser. Beide Spieler wurden richtigerweise mit einer fünfminütigen Zeitstrafe bis zum Spielende belegt. Letztendlich brannte hinten jedoch nichts mehr an und wir konnten drei Punkte aus Dülken entführen. Damit haben wir wieder den Kontakt zur Spitzengruppe hergestellt und den Abstand auf den ersten Relegationsplatz auf zehn Punkte ausgebaut. Dazu haben wir am kommenden Mittwoch noch ein Nachholspiel gegen den Lokalrivalen VFL Willich. Dann muss die heimische Donkkampfbahn wieder zur Festung werden! Wir hoffen auf viele Zuschauer!

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