Es ist wieder Pokalabend und die D1 der Viktoria trifft im Halbfinale auswärts auf den favorisierten SC Bayer Uerdingen. Gespielt wird auf Rasen und unter Flutlicht. Es ist wunderbares Fritz-Walter-Wetter. Regen und Wind kommen von allen Seiten und lassen die Erinnerung hochkommen an den einstigen WM Helden und DFB-Kapitän von 1954. Aufgrund einer Rot-Sperre muss die Mannschaft von Frank Bröhr und Martin Jakobi auf ihren erfolgreichen Stürmer Furkan Yavuz leider verzichten. Sehr schön, dass er als Zuschauer aber sein Team anfeuert und unterstützt. Den Zuschauern bietet sich eine kampfbetonte, aber faire Partie mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Beide Teams erweisen sich als ebenbürtige Gegner auf Augenhöhe. Die Wetterverhältnisse  mit Dauernieselregen und vor allem starkem Wind, tragen dazu bei, dass die Ballbehandlung äußerst erschwert wird und das Spielgerät öfters ungeahnte Flugkurven vollführt. Uerdingen kommt allerdings in der ersten Hälfte zu klareren Chancen vor dem gegnerischen Tor. Die Abwehr hat gut zu tun. So können Nils Jakobi (2./16./26.), Diego Matthiessen (6./17.) und Pari Apostologlou (15./24.) die gegnerischen Angriffe entschärfen. Bei einem zentralen Angriff der Gastgeber schaltet Torhüter Kalle Grabek (7.) schnell, kommt raus und pariert den Torschuss ohne Probleme. Es erfolgt ein erneuten Angriff der Uerdinger (9.) über die halbrechte Position. Der Torschuss kommt ziemlich zentral auf den Torhüter und Kalle Grabek hat Pech. Der nasse Ball, womöglich noch leicht flatternd, rutscht ihm über die Handschuhe ins Tor. Es steht 1:0 für Bayer Uerdingen. Aber auch die Viktoria kommt mit Noah Yilmaz (13./22./25.) und Noah Flecken (13.) zu einigen Chancen. Nach einer Ecke kurz vor der Pause, vergibt Noah Flecken (30.), per Nachschuss im zweiten Versuch, leider die Chance zum Ausgleich. Nach Wiederanpfiff kommt Taha Siyak (32.) durch die Mitte, legt den Ball links raus. Doch er ist für Noah Yilmaz nicht zu erreichen. Pari Apostologlou (34.) klärt sicher im eigenen Strafraum. Anrath steht stabil und es geht noch was. Nach einem Handspiel (39.) erhalten die Gäste einen Freistoß, den der Wind deutlich länger macht. Eine Kontergelegenheit bekommt Max Ammon (40.), bleibt aber am Verteidiger hängen. Den nächsten Freistoß führt Pari Apostologlou (44.) aus. Der Ball aus der Distanz setzt nochmal auf und der Schuss entwickelt sich zur Herausforderung für den Torhüter. Auf der linken Bahn ackert Verteidiger Nils Jakobi (45.) und unterbindet einen Angriff der Uerdinger mit einem Tackling in der eigenen Hälfte. Kurz darauf klärt Diego Matthiesen (46.) auf der anderen Seite im Strafraum. Uerdingen erhöht den Druck und die Anrather bekommen den Ball nicht geordnet nach vorn. Es folgt ein Flachschuss aus dem zentralen Mittelfeld (47.). Kalle Grabek ahnt die richtige Ecke und macht sich links lang, doch der Ball rutscht irgendwie durch ins Tor. 2:0 für Uerdingen. Nun wird es schwerer die Verlängerung zu erzwingen. Max Ammon (51.) setzt sich bis zur Grundlinie durch, legt den Ball quer, doch findet keinen Abnehmer. Noah Yilmaz tritt zur Ecke an. Antoni Kolodziej (53.) kommt zum Nachschuss. Der Ball geht am langen Pfosten vorbei. Taha Siyak spielt einen guten Pass auf Max Ammon (55.), der sich mittlerweile in den Sturm eingeschaltet hat und einen flatternden Distanzschuss auf den gegnerischen Kasten abfeuert. Kurz darauf kommt Max Ammon (60.) erneut, nach einer Ecke, per Kopfball zu einer guten Gelegenheit. Der anschließende Konter der Uerdinger wird gefährlich, doch Kalle Grabek (60.) steht auf dem Posten und zeigt im Strafraum eine weitere sehenswerte Parade. Der Schiedsrichter beendet wenig später die Begegnung. Bayer Uerdingen gewinnt und zieht alles in allem verdient ins Pokalfinale ein. Die Viktoria zeigte eine gute Leistung und kann mit der Erreichung des Halbfinals sehr zufrieden sein. Doch ohne nominellen Stürmer war es heute schwierig, einem gleichwertigen Gegner Paroli zu bieten.

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